Blutungsneigung

Blutungen können im täglichen Leben ohne besonderen Auslöser oder auch „provoziert“ d.h. im Rahmen einer Operation oder einer Verletzung auftreten. Man unterscheidet angeborene und erworbene Formen. Eine Blutungsneigungsabklärung ist bei folgenden Gegebenheiten zu erwägen:

  • Nachblutungen nach Operationen oder Zahnbehandlungen
  • Nachblutungen nach kleineren Verletzungen (>5 Minuten)
  • Blutungen, die Bluttransfusionen oder eine Eisensubstitution nach sich zogen
  • eine längeranhaltende oder wiederholt auftretende Blutarmut (Anämie)
  • verstärkte Menstruationsblutungen

Eine Abklärung ist umso mehr angezeigt, wenn ein validierter Blutungsneigungs Fragebogen, den wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung stellen, einen postiven Blutungsscore ergibt.

Jede 6. Frau, die wegen zu starker Menstruationen Ihre Gynäkologin konsultiert, hat eine angeborene Blutunsgneigung. Nach Ausschluss einer gynäkologischen Ursache, ist die weitere Abklärung dieser Patientinnen besonders wichtig, da die Blutunsgneigung oft behandelbar ist und man unter Umständen durch die Abklärung und Therapie invasive Eingriffe (wie z. B. eine Hysterektomie) vermeiden kann.

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