Thrombophilie

Unter folgenden Bedingungen kann eine Abklärung bzgl. eines erhöhten angeborenen oder erworbenen Thromboserisikos angezeigt sein:

  • Wiederholte Thrombosen oder Embolien
  • Erstmalige nicht provozierte Thrombose bei „jungen“ Patienten (<40-50.LJ)
  • Unerklärte wiederholte Aborte
  • Familienmitglieder ersten Grades, die Thrombosen oder lungenembolien erlitten haben*

Eine solche Abklärung ist umso mehr angezeigt, wenn betroffene Frauen zusätzlich die Einnahme einer östrogenhaltigen Pille oder eine Schwangerschaft erwägen. Bei Abklärungen wegen positiver Familienanamnese (siehe *) ist zu beachten, dass die Untersuchungskosten nicht zwingender Massen von den Krankenkassen übernommen werden. Wir beraten Sie bei diesbezüglichen Fragen gerne.

N.B.: Auf einer Anmeldung ist es wichtig, zwischen Thrombosen und Embolien im venösen Gefässbett (VTE) bzw solchen im arteriellen Gefässbett (ATE) zu unterscheiden. Pfortader- und Sinusvenenthrombosen, retineale Durchblutunsgstörungen und plazentare Infarkte können ebenfalls Ausdruck einer Hyperkoagulabiltät sein und sind somit wichtige klinische Hinweise.

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